Seasonal Greetings, Betriebsruhe und Happy New Year

by Irina Slot on 27. November 2016

tannenbaum-bellevue-grossDas Aufstellen des Weihnachtsbaums vor dem Sitz des Präsidenten – dem Schloss Bellevue – macht es „amtlich“: Weihnachten ist schon wieder vor der Tür und der allgemein verspürte Stress hat mit Ende des Geschäftsjahres auch etwas zu tun.

Und nun das: das Erwähnen von „Weihnachten“ im Schriftverkehr mit dem Kunden und Mitarbeitern zum Ende des Jahres sollte vermieden werden. Nur für den Fall, dass Ihr Geschäftspartner Jude, Muslim, Buddhist oder – um Gottes Willen! – Atheist ist. Für den Fall, dass Ihr Mitarbeiter auch von Weihnachten nicht „Betroffener“ ist oder doch Christ, der keinen gewünschten Urlaub für die Zeit um die Weihnachten bekommen hat.
Alternativen? Die Universität Potsdam, an der ich unterrichte, hat für die Weihnachtszeit die Sprachformel „Betriebsruhe“ gewählt – religiös neutral und eindeutig positiv besetzt. Ein international tätiges Unternehmen, das mit mir und meinen Studierenden ein Lernprojekt durchführt, wählte die Formel „Seasonal Greetings“ – englischsprachig, kulturneutral und dazu noch „kundenfokussiert“: „Wir grüßen Sie und wünschen Ihnen alles Liebe, und der Jahreswechsel ist nur ein Anlass dazu“. Ich selbst bekam schon Mitte November eine Karte mit „Happy New Year“, die das gleichnamige Lied von ABBA vorführt und grundsätzlich für die Glückseligkeit sorgt, es sei denn, bis Ende des Jahres gibt es noch eine To-Do-Liste aus tausenden von Punkten und die eigene Weihnachtspost hängt hinterher. Also auch hier – Timing ist alles, Wording ist vieles, Greetings sind immer gut.

Viel Erfolg auf der Zielgerade des Jahres 2016! Hier sind noch einige Tipps für Geschäftsgeschenke im internationalen Kontext – zwar ein wenig zu spät, aber die nächsten Weihnachten kommen bestimmt bald wieder …

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cover-bildWas haben die Megatrends Globalisierung und Digitalisierung gemeinsam? Richtig: es geht um die Menschen, die diese Veränderungen treiben aber auch mittragen (müssen/dürfen). Unter der Annahme, dass diese Entwicklungen nicht zu stoppen seien, werden in der Broschüre die Wege skizziert, wie diese Veränderungen  für die Organisationen und Firmen und für jeden „Akteur“ gemeistert werden können, ganz nach dem Motto „Mach aus der Zitrone Limonade“ (D. Carnegie).

Die gedruckte und gebundene Version kann hier bestellt werden (Kosten 10 Euro)

Die elektronische Version kann unter der Adresse: info@interkulturell.eu bestellt werden (Kosten 5 Euro).

 

Viel Freude beim Lesen!  Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Feedback als Antwort auf diesen Post.

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Ole! Fragen über harmlose Werbung und positive Autostereotype

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„Berlin – Stadt der Frauen“- Bilder einer Ausstellung

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Bye-bye Little Great Britain…

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  Everybody in Europe is talking about Brexit, including us, but I hope to add something new to the discussion outside of the common responses such as “how awful!“, “what a pity!“, or just “foolish Brits!” Some months (a few televised debates and one politically-motivated murder) ago, two participants in my “cultural-conflicts” workshop decided to research […]

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Internationale Kommunikation – Podcast von Petra Owen mit Irina Slot

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In einer weiteren Folge von Petra-on-Tour geht es heute im Gespräch mit Irina Slot um die Funktion der nicht-persönlichen Kommunikation: Was ist da anders als im Gespräch face-to-face, wo ja das Thema Distanz eine große Rolle spielt (im englischen Sprachraum ist z.B. ein gewisser räumlicher Abstand zwischen den Teilnehmern unabdingbar)? Für uns in Deutschland ist […]

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Ingenieure, Soziologen und berufskulturelle Überlegungen

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Internationale Verhandlungen

Februar 16, 2016

Ganz viel Akzent als Übung des interkulturellen Dialogs, einige Gedanken zum interkulturellen Management und viele Tipps für erfolgreiches Führen der internationalen Verhandlungen finden sich hier: GFM Folge 348 – Internationale Verhandlungen Viel Spaß beim Hören und viel Erfolg beim Umsetzen wünscht Irina Slot      

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